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Neue Bildungschancen für Hessen :

Wahlkreis

von Dr. Carmen Everts, SPD-Direktkandidatin für den Wahlkreis 48

Die Frage gerechter Bildungschancen ist eine der zentralen Aufgaben der Landespolitik. Hier ist die CDU-Landesregierung am Angreifbarsten, denn die Ergebnisse des hessischen Bil-dungssystems sind nicht gut und die Kritik von Eltern und Schülern berechtigt. Ausgefallener Unterricht und zunehmender Leistungsdruck, Querversetzungen und Schulzeitverkürzung, Sitzenbleiben und zunehmende Schulangst – dies hat in den letzten Jahren unter der Schul-politik der CDU-Landesregierung leider erheblich zugenommen. Damit muss endlich Schluss sein, denn wir dürfen kein einziges Talent mehr zurücklassen.

Gute Bildung von Anfang an
Die SPD hat mit ihrem „Haus der Bildung“ ein Schulkonzept vorgelegt, das Kinder von An-fang an individuell fördern und in ihrer Entwicklung positiv bestärken will. Dies fängt an mit der Fortbildung in den Kindertagesstätten und einer noch stärkeren Kooperation mit den Grundschulen. Dazu müssen vom Land mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit der Bildungsauftrag in Kindertageseinrichtungen noch besser umgesetzt werden kann. An allen Grundschulen in Hessen wollen wir eine Schuleingangsstufe als pädagogische Einheit der Klassenstufe 1 und 2 einführen, die Kinder individuell in ein, zwei oder drei Jahren durchlau-fen können, ganz nach ihrem eigenen Entwicklungstempo.

Länger gemeinsam Lernen
Alle führenden Bildungsstudien zeigen, dass die Aufteilung von Kindern nach der 4. Klasse zu großer Ungerechtigkeit führt, denn in diesem Alter ist noch gar nicht absehbar, welche Stärken ein Kind entwickeln kann. Ergebnis dieser falschen, auch von der CDU vertretenen Bildungspolitik ist, dass in keinem anderen Land in Europa die soziale Herkunft eines Kindes so starken Einfluss auf den Bildungserfolg hat wie in Deutschland. Dies wollen wir ändern und das gemeinsame Lernen aller Kinder fördern.

Wir werden deshalb die weiterführenden Schulen mit zusätzlichen Ressourcen ausstatten, die bis zur Klasse 10 eine gemeinsame Sekundarstufe I für alle Kinder anbieten. Dadurch sollen bis zum Jahr 2010 für jedes Kind wohnortnah mindestens eine Schule nach den Prin-zipien unseres Hauses der Bildung arbeiten. Hierbei kommt den heutigen integrierten Ge-samtschulen eine wichtige Rolle zu. Sie bieten aufgrund ihrer bereits jetzt an den Grundprin-zipien des gemeinsamen Lernens ausgerichteten Arbeit die beste Voraussetzung, diesen Weg zu beschreiten. Außerdem setzen wir auf den Ausbau von mehr echten Ganztagsschu-len, denn sie schaffen mehr Zeit zum Lernen, ermöglichen pädagogisch sinnvollere Unter-richtskonzeptionen und für die Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Im Gymnasialbereich halten wir die verkürzte Schulzeit – das so genannte G 8 – für einen gravierend negativen Eingriff in das Bildungsangebot, der den Leistungsdruck erhöht, die Stundentafeln überfüllt und die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulformen ver-schlechtert hat. Wir setzen auf mehr Zeit zum Lernen und werden die Verkürzung der Se-kundarstufe I auf fünf Jahre rückgängig machen. Die gymnasiale Oberstufe soll ein echtes Kurssystem mit ausgeweiteten Wahlmöglichkeiten erhalten, damit Jugendliche ihre nei-gungs- und begabungsgerechten Schwerpunkte wählen können.

Wir bauen das Haus der Bildung gemeinsam
Diese Ziele sind nicht zum Nulltarif zu haben. Die SPD wird einen entsprechenden Stufen-plan zur Umsetzung vorstellen. Dieser Plan soll mit allen schulischen Gruppen – Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Schülerinnen und Schülern – eingehend diskutiert werden, um dann gemeinsam den Weg hin zu einer besseren Schule einzuschlagen. Für uns ist die Wieder-herstellung demokratischer Teilhabe im Bildungsbereich von zentraler Bedeutung. Wir wer-den keine Schulreform von oben verordnen oder wie die CDU-Landesregierung bis ins Kleinste in den hessischen Schulen „durchregieren“. Wir setzen darauf, dass die Vorteile unseres Schulkonzeptes „Haus der Bildung“ sich in der Praxis beweisen. Hessen braucht neue Bildungschancen, im Interesse unserer Kinder und unserer Gesellschaft.

 
 

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